Brand Dachstuhl

Emskirchen

Schon kurz nach der Alarmierung um 13:59 Uhr war klar, dass dieser Einsatz alles andere als gewöhnlich werden würde. Noch bevor die ersten Einsatzkräfte das Feuerwehrhaus erreichten, türmte sich eine gewaltige, tiefschwarze Rauchwolke über Emskirchen auf und ließ erahnen, welche Dimensionen der gemeldete Dachstuhlbrand annehmen würde. Der Löschzug der Feuerwehr Emskirchen machte sich umgehend auf den Weg, unterstützt von der Feuerwehr Wilhelmsdorf, sowie alarmierten Führungskräften des Landkreises.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stand der Dachstuhl einer Doppelhaushälfte in Vollbrand. Auch die darunterliegenden Stockwerke der betroffenen Haushälfte waren bereits massiv vom Feuer erfasst. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und der Einsturzgefahr war ein Innenangriff zu Beginn nicht möglich. Beide Wehren nahmen daher zunächst vier Strahlrohre vor, teilweise unter schwerem Atemschutz, um die Flammen von außen einzudämmen. Parallel wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um den Brand von oben bekämpfen zu können. Das Aufstellen gestaltete sich aufgrund des schmalen Schotterwegs äußerst schwierig, sodass jeder Zentimeter ausgenutzt werden musste.

Um ausreichend Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle zu haben, wurden die Feuerwehren Mausdorf und Hagenbüchach, sowie der Abrollbehälter Atemschutz des Landkreises nachalarmiert. Im weiteren Einsatzverlauf wurde über die Drehleiter auch Schaum eingesetzt, um tiefsitzende Brandherde im Dachbereich wirksam zu ersticken. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch über viele Stunden hin, da immer wieder Glutnester aufflammten. Da das Gebäude nicht mehr betreten werden konnte, wurden diese Arbeiten überwiegend über die Drehleiter durchgeführt und dauerten bis in die Nacht hinein. Kurz vor Mitternacht konnten die letzten Fahrzeuge der Feuerwehr Emskirchen wieder einsatzbereit gemeldet werden.

Der Einsatz brachte der Feuerwehr Emskirchen außergewöhnlich viel Zuspruch und Anerkennung ein – etwas, das uns sehr berührt und motiviert hat. Unser besonderer Dank gilt der Nachbarschaft, die mit großem Verständnis, Geduld und Hilfsbereitschaft zur Seite stand. Ebenso danken wir der Gemeinde Emskirchen, die sich schnell und zuverlässig um die Versorgung mit Getränken kümmerte. Ganz besonders gefreut hat uns die spontane Unterstützung der örtlichen Einzelhändler, die uns mit Essen und Gebäck versorgten und damit einen wichtigen Beitrag zur Einsatzkraft unserer Mannschaft leisteten. Vor allem aber möchten wir den umliegenden Feuerwehren danken, die mit uns Schulter an Schulter gearbeitet haben. – Gemeinsam konnte dieser herausfordernde Einsatz erfolgreich bewältigt werden.


Einsatzart Brand
Einsatzstart 10. März 2026 13:59
Mannschaftstärke 34
Einsatzdauer 9 Stunden
Fahrzeuge KdoW
MZF
DLK 23/12
HLF 20/16
HLF 20
VS-L
Alarmierte Einheiten

FF Emskirchen

FF Wilhelmsdorf

FF Mausdorf

FF Hagenbüchach

KBR Tilz

KBM Köberer

KBM Wohlleb

KBM Stenglein

Polizei

Rettungsdienst